Neuigkeiten
19.04.2016, 10:00 Uhr | Monika Reichardt, Vorsitzender des EAK-Kreisverbands Böblingen
EAK Böblingen zu Besuch in der Synagoge in Stuttgart
Auf Einladung des Vorstands der Israelitischen Religionsgemeinschaft in Württemberg (IRGW) konnte der Kreisvorstand des Evangelischen Arbeitskreises Böblingen (EAK) am 19. April 2016 Einblicke in das jüdische Gemeindeleben gewinnen.
Ca. 3000 Mitglieder zählt die Gemeinde in der Hospitalstraße, die sich regelmäßig zum Gebet und Thora-Studium in der Synagoge versammelt. Das Gotteshaus wurde 1952 an derselben Stelle errichtet, an dem die alte, prächtige Synagoge bis zur Pogromnacht im November 1939 stand, und damals vollständig vernichtet und abgetragen wurde.

Heute sind dem Gemeindezentrum noch eine Kindertagesstätte mit 60 Kindern, eine Grundschule und ein Haus für ältere Gemeindeglieder, die dort betreut wohnen können, angegliedert.

Michael Kashi, einer von drei IRGW-Vorstandsmitgliedern, begrüßte die Böblinger Delegation des EAK Kreisvorstands und gab während der Besichtigung der Synagoge interessante und wichtige Details zum jüdischen Glauben weiter. Beim anschließenden Rundgang durch das Gemeindezentrum konnten die Teilnehmer auch die vor zwei Jahren angebauten Räume der Kindertagestätte besichtigen und sich von der farbenfrohen und kindgerechten Ausstattung der Räume überzeugen.

Ein gemeinsames Kaffeetrinken und gute Gespräche mit dem Vorstand der IRGW rundete das Programm des Besuchs ab.

Beide Seiten waren sich einig, die neu entstandenen Kontakte auszubauen und sich regelmäßig zu gemeinsamen Veranstaltungen zu treffen. "Unser gemeinsames Ziel ist es, Jüdisches Leben in der Öffentlichkeit wieder wahr zu nehmen und es als festen Bestandteil unserer Gesellschaft zu etablieren." so Monika Reichardt, die Kreisvorsitzende des EAK Böblingen.