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12.07.2017, 16:24 Uhr | Christian Herrmann
EAK Böblingen: Politik in christlicher Verantwortung
Vortragsabend mit Erwin Teufel
Vor etwa 150 Zuhörern entfaltete Ministerpräsident a.D. Erwin Teufel in Holzgerlingen, wie sich christlicher Glaube auf konkrete Politik auswirken kann.
Auf Einladung des Kreisverbandes Böblingen des Evangelischen Arbeitskreises der CDU stellte Erwin Teufel die Verantwortung vor Gott und den Menschen und die Wechselwirkung beider Beziehungen als Zentrum des christlichen Menschenbildes heraus. Daraus leitete Teufel die Menschenrechte und den Begriff der Menschenwürde ab.

Auch die lange Friedenszeit in Mitteleuropa beruhe auf einer anderen Wahrnehmung der Nachbarstaaten durch christliche Politiker. Neben Rechten folgen Pflichten aus dem christlichen Menschenbild. So empfahl Teufel eine allgemeine Dienstpflicht mit der Möglichkeit, einen Einsatz in der Entwicklungshilfe zu leisten.

Das Subsidiaritätsprinzip war dem früheren Ministerpräsident ein besonderes Anliegen. Kleinere Einheiten sollten so viel wie möglich an Aufgaben übernehmen und die größeren Einheiten nur ergänzend hinzutreten. Dies richtet sich gegen den Zentralismus in Europa gegenüber den Einzelstaaten. Aber Teufel betonte auch die Bedeutung der Familie und der kommunalen Institutionen. Der Staat solle nicht Aufgaben der Familien übernehmen, der Bund nicht solche der Kommunen.

In der Aussprache grenzte sich Teufel von einer Neudefinition der Ehe durch die Gesetzgebung zur sog. Ehe für alle ab.

An der gut besuchten Veranstaltung in den Räumen des Hänssler-Verlags nahmen auch die Landtagsabgeordneten Nemeth und Kurtz, der Bundestagskandidat Biadacz sowie der frühere Landtagspräsident Erich Schneider teil.