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08.10.2014, 12:00 Uhr | Sabine Kurtz, EAK-Landesvorsitzende
Tod eines Strafgefangen in der Justizvollzugsanstalt Bruchsal: Evangelischer Arbeitskreis (EAK) der CDU Baden-Württemberg mahnt zur Mäßigung
Sabine Kurtz MdL: Christliches Menschenbild gilt auch hinter Gefängnismauern
Angesichts der aktuellen Diskussionen um den Tod eines 33-jährigen Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt Bruchsal hat die Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Baden-Württemberg, Sabine Kurtz MdL, zu Mäßigung und Besonnenheit aufgerufen. "Christliche Werte und das christliche Menschenbild gelten auch in Gefängnissen und für Strafgefangene", so Sabine Kurtz MdL.
Straftäter müssten für ihre Vergehen entsprechend der geltenden Gesetze bestraft werden. Gleichzeitig seien gerade Christen aufgefordert, sich immer wieder vor Augen zu führen, dass Kriminelle Menschen seien, denen in christlicher Verantwortung zu begegnen sei. "Wenn wir christliche Werte und das christliche Menschenbild als Fundament von Staat und Gesellschaft begreifen, müssen diese Prinzipien auch gegenüber Strafgefangenen gelten", betont Sabine Kurtz MdL. Kriminelle dürften nicht aus der Verantwortung für ihre Taten entlassen werden. Gleichzeitig sei es notwendig, ihre Person und ihre Lebensgeschichte differenziert zu betrachten und sie nicht zu verdammen. Der Staat habe aufgrund seines Gewaltmonopols eine besondere Fürsorgepflicht gegenüber den Häftlingen und müsse dieser gerecht werden.

Dass ein Häftling unter diesen Umständen zu Tode kommt, sei ein einmaliger Fall in der Geschichte des Landes. Insgesamt gäben die jüngsten Entwicklungen in den Haftanstalten des Landes Grund zur Besorgnis, so die EAK-Landesvorsitzende vor dem Hintergrund weiterer Vorkommnisse wie einem Selbstmord in der JVA Stuttgart-Stammheim, einem Todesfall in der JVA Adelsheim und einer Massenschlägerei in der Jugendhaftanstalt Adelsheim. "Der Justizminister ist aufgerufen, seiner Verantwortung bei der Ausstattung des Strafvollzugs sowie dem Schutz der Vollzugsbeamten und der Insassen gerecht zu werden", fordert Sabine Kurtz MdL.