Archiv
11.12.2014, 16:00 Uhr
EAK setzt auf Kölner CDU-Parteitag Anträge zur Stärkung von Ehe und Familie und von Betreuungsvereinen erfolgreich durch

Der Evangelische Arbeitskreis der CDU/CSU (EAK) hat auf dem 27. Parteitag der CDU Deutschlands in Köln erfolgreich zwei Initiativanträge eingebracht:

Antrag Nr. C 32 – EAK
Stärkung von Ehe und Familie bleibt zentrale Aufgabe der CDU

Für die CDU Deutschlands steht fest: Ehe und Familie sind das Fundament unserer leistungsfähigen sozialen und lebendigen Gesellschaft. Deshalb verdienen sie den Schutz des Grundgesetzes, die besondere Aufmerksamkeit der Politik auf allen Ebenen und die höchste Wertschätzung, Ermutigung und Unterstützung durch den Staat. Daher setzt sich die CDU Deutschlands auch in Zukunft auf allen Ebenen für die Stärkung von Ehe und Familie ein. Familie ist überall dort, wo Eltern für Kinder und Kinder für Eltern dauerhaft Verantwortung tragen.

Ohne Familie ist kein Staat zu machen. Ehe und Familie sind bewährtes Leit- und Vorbild für lebenslange und verlässliche Partnerschaft. Daran orientieren sich auch andere Formen von verlässlicher Partnerschaft, die in unserer pluralen Gesellschaft selbstverständlich sind. Ohne den wertemäßigen Bezug auf Ehe und Familie schwindet die existenzielle Bindekraft unserer Gesellschaft. Ohne Kinder hat unsere Gesellschaft keine Zukunft. Aber auch in Ehen, die ohne Kinder bleiben, übernehmen die Partner dauerhaft füreinander Verantwortung.

In Ehe und Familie werden im Idealfall Verlässlichkeit, Treue und Liebe prägend erfahrbar, soziales Miteinander, Partnerschaft und Solidarität gelebt und eingeübt, sowie der Sinn für Gerechtigkeit vermittelt und zur Verantwortungsübernahme für sich und andere befähigt. Aber auch der Umgang mit Scheitern, Verletzungen und Misserfolgen, mit Rücksichtnahme und Verzicht werden hier gelernt.

Familie umfasst alle Generationen und nicht nur die Familie mit kleinen Kindern. Immer wichtiger werden auch die Generationenbeziehungen zwischen Kindern, Eltern, Großeltern und Urgroßeltern. Familien sind Orte der Sorge und des Vertrauens. Sie bringen Persönlichkeiten hervor, die für andere eintreten und da sind, die Liebe und Geborgenheit schenken und zum Leben ermutigen, die sich in Kirchen, Vereinen, Verbänden, Parteien und Initiativen für das Gemeinwohl engagieren.

Wenn Menschen einander brauchen, sind Ehe und Familie in der Regel das funktionierende soziale Netz, das zugleich das Vorbild ist für das soziale Miteinander im Dorf oder im Stadtquartier. Familiäre Sorge, Förderung, Hilfe und Liebe entsprechen dem christlichen Bild vom Menschen, dem nach Gottes Willen geholfen werden soll.

Die Entscheidung für Ehe, Kinder und Familie ist eine persönliche Entscheidung, die wir unterstützen: Staat und Gesellschaft dürfen aber den Menschen nicht vorschreiben, wie sie zu leben haben. Alle, die Kindern Leben schenken und in anderer Weise Familie leben, verdienen Respekt und Anerkennung für die große Verantwortung, die sie übernehmen. Allein erziehende Mütter und Väter, aber auch geschiedene oder getrennt lebende Eltern erbringen diese bedeutende Leistung nicht selten unter besonderen Schwierigkeiten, bei denen sie Unterstützung benötigen.

Wir respektieren die Entscheidung von Menschen, die in anderen Formen der Partnerschaft ihren Lebensentwurf verwirklichen. Wir erkennen an, dass auch in solchen Beziehungen Werte gelebt werden, die grundlegend für unsere Gesellschaft sind. Dies gilt nicht nur für eheliche Partnerschaften zwischen Frauen und Männern. Die gilt auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Wir werben für Toleranz und wenden uns gegen jede Form von Diskriminierung.

Antrag Nr. C 33 – EAK
Stärkung der Betreuungsvereine


Die CDU Deutschlands fordert Bund und Länder auf, das Betreuungsrecht in struktureller Hinsicht zu verbessern und damit das Selbstbestimmungsrecht hilfebedürftiger Erwachsener bedarfsgerecht zu stärken