05.09.2012

EAK Rems-Murr besorgt über zunehmende Wochenendarbeit


David Müller, Vorsitzender des EAK Kreisverbandes Rems-Murr
„Das Wochenende gehört der Familie“. Mit diesem Slogan propagierten die Gewerkschaften bereits vor Jahrzehnten den arbeitsfreien Samstag und für die Fünf-Tage Woche.

„Offenbar steht dieses arbeitsfreie Wochenende für viele heute nur noch auf dem Papier“, stellte der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Rems-Murr, David Müller, fest. Nicht nur, dass viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit den verschiedenen Möglichkeiten der elektronischen Kommunikation praktisch rund um die Uhr „im Dienst“ sind. Für viele gehört die Beschäftigung zu ungünstigen Zeiten zum Alltag.

Jeder zehnte Arbeitnehmer arbeitete im vergangenen Jahr nachts. Rund ein Viertel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren am Samstag beruflich tätig. Und rund 13 % mussten sogar an den Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen.

„Menschen brauchen Erholung – für sich persönlich und für ihre Familie, aber auch für ihre Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz“, so David Müller. Dies gelte auch für Verkäuferinnen und Verkäufer. Besonders die Sonntage und die gesetzlichen Feiertage dürften nicht zu Werktagen werden. Kritisch zu sehen seien daher beispielsweise verkaufsoffene Sonn- und Feiertage sowie die wachsende Zahl kommunaler „Events“ an den Wochenenden. „Was für den Besucher ein Erlebnis sein mag, ist für den dort Beschäftigten harte Arbeit“, erklärte David Müller.

Der EAK Rems-Murr fordere deswegen Kommunalpolitik wie Landespolitik, Arbeitgeber wie Gewerkschaften auf, den gesetzlichen Schutz der Sonn- und Feiertage als Tage der Arbeitsruhe ernst zu nehmen.

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