19.11.2012

Evangelischer Arbeitskreis EAK begrüßt Einführung des Betreuungsgelds und kritisiert „Kulturkampf“

Der Evangelische Arbeitskreis der CDU Baden-Württemberg begrüßt den Beschluss der schwarz-gelben Koalition im Bundestag zur Einführung des Betreuungsgeldes. Die Landesvorsitzende Sabine Kurtz MdL kritisiert den „Kulturkampf“ der Opposition gegen diese familienpolitische Leistung

„Der Begriff ‚Herdprämie‘ ist völlig abwegig und geht an dem Selbstverständnis der jungen Generation vorbei“, wirft die Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Baden-Württemberg den Kritikern des Betreuungsgeldes vor. Der EAK halte das Betreuungsgeld für einen Fortschritt, denn es befreie Frauen von gesellschaftlichen Zwängen und schaffe echte Wahlfreiheit. „Nicht alle Frauen begrüßen es, gleichzeitig Beruf, Karriere, Familienplanung, Erziehung und Beziehung ‚unter einen Hut‘ bringen zu müssen“, weiß Sabine Kurtz, selber Mutter dreier Kinder. Die Generation der unter 30-Jährigen sei in selbstverständlicher Gleichberechtigung aufgewachsen. In deren Lebenswelt existierten überkommene Rollenmodelle wie sie der Begriff der „Herdprämie“ suggeriere, nicht mehr. Emanzipation habe auch etwas mit echter Wahlfreiheit zu tun. „Das Betreuungsgeld ist ein Zeichen der Wertschätzung für junge Eltern, die ihre Kinder unter drei Jahren selbst betreuen und nicht einer Einrichtung überlassen wollen“, so Sabine Kurtz, die darin ein Signal dafür sieht, dass die Gesellschaft verschiedene Lebensentwürfe akzeptiere und anerkenne.

Den Oppositionsparteien wirft Sabine Kurtz einen „Kulturkampf“ auf dem Rücken junger Familien vor: „Die Gegner des Betreuungsgeldes wollen Eltern ausgrenzen, die ihr Kleinkind zu Hause erziehen. Wir widersetzen uns diesen Versuchen, weil wir glauben, dass die Erziehung von Kindern ein großes persönliches Lebensglück und wertvoll für die Gesellschaft ist. Denn: Ohne Kinder keine Zukunft“, so Kurtz.
Die EAK-Landesvorsitzende erinnert daran, dass bereits vor Jahren eine von Angela Merkel geführte Bundesregierung den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz gesetzlich verankert habe. Das Betreuungsgeld sei eine schlüssige Ergänzung und stehe für eine fortschrittliche Familienpolitik: „Nur so werden wir der heutigen gesellschaftlichen Vielfalt gerecht.“

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