Von links nach rechts: David Müller, Volker Steinbrecher, Monika Helm, Stefan Walter, Roland Schmierer, Klaus Straub, Simon Hettich
Von links nach rechts: David Müller, Volker Steinbrecher, Monika Helm, Stefan Walter, Roland Schmierer, Klaus Straub, Simon Hettich
18.04.2012

Besuch beim "politischen Vertreter" der evangelischen Kirche in Baden-Württemberg


Simon Hettich, EAK-Kreisverband Göppingen
In der Woche vor Ostern trafen sich auf Initiative des EAK Rems-Murr ein Teil der nordwürttembergischen EAK-Kreisverbände zu einem Gespräch mit Kirchenrat Volker Steinbrecher, dem neuen Beauftragten der evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg bei Landtag und Landesregierung. Vertreten waren David Müller und Gerhard Winter (beide EAK Rems-Murr), Klaus Straub und Simon Hettich (beide EAK Göppingen), Monika Helm und Roland Schmierer (beide EAK Ludwigsburg) sowie Stefan Walter (EAK Stuttgart).

Volker Steinbrecher ist seit 2011 der neue Beauftragte der evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg bei Landtag und Landesregierung. Für den Evangelischen Arbeitskreis der CDU (EAK) war dies der Anlass, einen Termin für einen gemeinsamen Dialog zu finden, da nicht nur Herr Steinbrecher, sondern auch der EAK die Aufgabe hat, den Kontakt zwischen Kirche und Politik zu erhalten und religiöse Grundsätze weiterzutragen. Es wurden viele Themen angesprochen und auch viele Fragen zum gegenseitigen Verständnis gestellt. Nachdem der EAK sich und seine Arbeit vorgestellt hatte, erläuterte Herr Steinbrecher seine Arbeit und seine verschiedenen Aufgabengebiete.

In seiner Funktion als Beauftragter ist es seine Aufgabe, Kontakte zwischen Politikern und Kirchenvertretern herstellen. Dies bringt auch mit sich, die Abgeordneten und Mitgliedern der Landesregierung in ihren Ämtern seelsorgerisch zu begleiten und ihnen mit gutem Rat beizustehen. Als Brückenbauer zwischen Politik und Kirche wirkt er, in dem er die kirchlichen und diakonischen Positionen zu gesellschaftsrelevanten Themen in die Politik trägt. Er sei verantwortlich für den guten Draht zwischen Politik und Kirche, eine Schnittstelle, erläuterte Volker Steinbrecher.

Nachhaltigkeit, Glaubwürdigkeit und das standhafte vertreten guter Positionen der evangelischen Kirche, waren Themen die der EAK mit Herr Steinbrecher diskutiert hat. Die evangelische Kirche müsse noch energischer hinter ihren Werten und Traditionen stehen, diese auch verteidigen und tiefer in die Gesellschaft tragen. Bei den Parteien ist es der sogenannte „vorpolitische Raum“, der in Gefahr ist, verloren zu  gehen. Der Kirche geht es hier nicht anders. Die Präsenz bei Vereinen und Verbänden droht zu schwinden und die Notwendigkeit die Kirche mit ins Boot zu nehmen wird schon lange nicht mehr gesehen. Der  Verlust dieser gesellschaftlichen Verankerung ist sehr gefährlich. Die Dorfpfarrer müssen wieder näher an das tatsächliche Leben der Bürger, so die Meinung der Vertreter des EAK.

Insgesamt ist mit Kirchenrat Steinbrecher für die Zukunft eine verstärkte Zusammenarbeit denkbar. Es bleibt zu hoffen, dass es künftig sogar einen regelmäßigen Austausch geben kann. Dies kann der evangelischen Volkskirche und der Volkspartei CDU nur von Nutzen sein.

Für die vertretenen EAK Kreisverbände war dies ein sehr interessanter und produktiver Abend mit vielseitigen Themen bei einem interessanten und offenen Gesprächspartner.

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